Zukunftskonzept Lippe 2025 – Lippe profiliert sich als innovative Bildungsregion für alle

Bildung entscheidet über Lebenschancen jedes Einzelnen. Gleichzeitig ist Bildung ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Städte und Gemeinden. In einer schnelllebigen und von stetigem Wandel geprägten Gesellschaft hängen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe entscheidend vom lebenslangen Zugang zu qualifizierten Bildungsangeboten ab.

Der Kreis Lippe verfügt mit dem Regionalen Bildungsnetzwerk Lippe, dem Fachdienst Bildung, dem Eigenbetrieb Schulen und der Bildungsgenossenschaft Lippe Bildung eG über eng vernetzte und etablierte Strukturen. Eine vielfältiger werdenden Gesellschaft und Arbeitswelt stellt den Bildungsbereich vor neue Herausforderungen. Unter diesen Rahmenbedingungen behauptet sich Lippe als innovative Bildungsregion.

Aus dem festgeschriebenen Leitziel „Lippe profiliert sich als innovative Bildungsregion für alle“ wurden für das Zukunftskonzept Lippe 2025 vier Handlungsfelder für den Bildungsbereich definiert:

Handlungsfeld 1: Strukturen weiterentwickeln: Vernetzte Bildung sichert Erfolge

  • Das Regionale Bildungsnetzwerk etabliert Informations- und Steuerungsstrukturen für eine zielgerichtete und abgestimmte Weiterentwicklung der Bildungsregion Lippe.
  • Ein innovatives Bildungsmanagement benötigt verlässliche Ausgangsdaten. Lippe wird das Bildungsmonitoring weiterentwickeln. Das ermöglicht eine Standortbestimmung sowie den Entwurf und die Steuerung geeigneter Maßnahmen.
  • Künftige Bildungsmaßnahmen orientieren sich an regional bedeutsamen Aufgaben. Hierzu gehören insbesondere die Fachkräftesicherung und die Entwicklung durchgängiger Bildungsangebote.

Handlungsfeld 2: Zugänge ermöglichen: Bildungsangebote mit Zukunft

  • Kennzeichnend für eine innovative Bildungsregion sind wegweisende Integrations- und Inklusionskonzepte. Dazu wollen wir die notwendige Vernetzung der Schulen, verschiedener Bildungsträger und weiterer Hilfesysteme vorantreiben. Die Basis dafür bildet die strategisch ausgerichtete, kooperative Schulentwicklungsplanung mit Förderschulen als festem Bestandteil eines inklusiven Bildungssystems (s. Leitziel „Integration/Inklusion“)
  • Das Beherrschen der Sprache, naturwissenschaftlich-technische Kenntnisse und Fertigkeiten sowie Medien- und Sozialkompetenz sind wichtige Voraussetzungen für zukunftsfähige Lebensentwürfe. Das Regionale Bildungsnetzwerk wird daher altersgemäße und zielgruppengerechte Angebote weiterentwickeln und umsetzen.

Handlungsfeld 3: Übergänge gestalten: zu einem Leben ohne Brüche beitragen

  • Die Übergänge in Kita, Schule und Ausbildung sind für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern bedeutsame Meilensteine. Aufgabe der Bildungseinrichtungen ist es, reibungslose und gelingende Übergänge zu ermöglichen. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass sie gut vorbereitete und begleitet werden und dass möglichst wohnortnah geeignete Bildungsangebote zur Verfügung stehen.
  • Durch Hilfesysteme und abgestimmte Prozesse der Berufsorientierung soll jedem Jugendlichen der Zugang zu einem passenden Ausbildungs- oder Studienangebot ermöglicht werden. Dabei sollen insbesondere die Übernahme von Verantwortung für den eigenen Entwicklungsweg gestärkt werden. Ziel ist es, die Anzahl unbesetzter Ausbildungsplätze und unversorgter Jugendlicher sowie Studien- und Ausbildungsabbrüche deutlich zu reduzieren. (s. Leitziele „Wirtschaft“ und „Arbeitsmarkt“)
  • Die Berufskollegs sichern die hohe Qualität der beruflichen Bildung und stellen Angebote für den Übergang in Ausbildung und Beruf durch berufsvorbereitende und ergänzende Maßnahmen zur Verfügung.
  • Der Innovation Campus Lemgo oder das Detmold Centre for Culture and Creativity (DCCC) sind Ausdruck eines lebendigen und vernetzten Hochschulstandorts mit innovativen und vielfältigen Studienangeboten. In enger Vernetzung mit regionalen Wirtschaftsunternehmen und allgemein- sowie berufsbildenden Schulen werden attraktive Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten mit sicheren, regionalen Berufsperspektiven weiter ausgebaut.

Handlungsfeld 4: N(n)eues D(d)enken: Lernen und Lehren verändern

  • Wir wollen die Menschen in die Lage versetzen, digitale Techniken anwenden und nutzen zu können – und zwar unabhängig von den bis dahin erworbenen Bildungsvoraussetzungen. Nur wer digitale Anwendungen beherrscht, hat beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt und kann die Digitalisierung anderer Lebensbereiche zu seinem Vorteil nutzen. Lippe wird auf diese Weise eine Region des digitalen Lernens.
  • Ein wesentlicher Ansatz innovativer Bildungspolitik ist es, neue Lehr- und Lernformen zu entwickeln und zu erproben. Neben schulischen Bildungsprozessen stehen hierbei insbesondere die Auswirkungen auf die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie der Innovationstransfer in KMU im Mittelpunkt. (s. Leitziel „Digitalisierung“)

Die Leitziele und Handlungsfelder des Zukunftskonzeptes Lippe 2025 bilden eine Struktur für das künftige Handeln in Lippe und sollen helfen, in guter Zusammenarbeit die Entwicklung unserer Region voranzubringen.