Wie wird aus einer Idee in der Schule eine Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler, sich tiefer mit einer Fragestellung zu beschäftigen, sie zu erforschen, zu erproben, eigene Grenzen zu überwinden und Ideen in die Umsetzung zu bringen? Oder kurz: Wie kann der Klassenraum ein Ort echter Forschung werden?
Die TH OWL unterstützt und begleitet Schulen auf ihrem Weg zu „Jugend forscht“: mit Rat und Tat von Expert:innen sowie Zugang zu moderner Ausstattung und Infrastruktur. Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler können mit ihren Fragen und Projektideen auf uns zukommen. Gemeinsam finden wir heraus, welche nächsten Schritte sinnvoll sind und welche Unterstützung individuell passt.
Die Hürde ist niedrig: Die Schülerinnen und Schüler brauchen noch keinen fertigen Plan – eine Beobachtung, eine Frage oder einfach Interesse reicht für den Einstieg. Betreuende Lehrkräfte brauchen keine Fachexpertise, wir unterstützen bei Fachfragen und Methodik. Wir begleiten forschungsinteressierte Schülerinnen und Schüler jeder Altersstufe, von Klasse 4 bis 21 Jahre, einzeln oder in Gruppen bis zu drei Personen.
Forschung beginnt oft mit einer einfachen Frage: Warum ist das so? Lässt sich das besser machen? Was passiert, wenn …? Bei „Jugend forscht“ werden solche Fragen zum Ausgangspunkt für eigene Projekte. Schülerinnen und Schüler erhalten dabei Raum, selbst zu beobachten, zu tüfteln, zu entwickeln und zu untersuchen. Sie probieren aus, lernen dazu und bleiben an ihrer Idee dran. In unserer Begleitung geben wir keine fertigen Lösungen vor, sondern bestärken sie darin, eigene Ansätze zu verfolgen und praktisch umzusetzen.
Projekte können sich mit Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik beschäftigen. Doch wichtiger als Spitzenforschung ist uns: echtes Interesse.
Und was passiert mit den entwickelten Ideen, Modellen, Konzepten und Ergebnissen? Die werden wie in der Wissenschaft üblich vorgestellt und öffentlich gemacht: Die TH OWL richtet 2028 den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ aus. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeit und kommen mit anderen Teilnehmenden und Forscherinnen und Forschern ins Gespräch. Aus diesem Austausch können dann wieder neue Fragen und weitere Zusammenarbeiten entstehen, etwa im Projektkurs oder als Besondere Lernleistung.
Auch über „Jugend forscht“ hinaus bietet die TH OWL zahlreiche Anknüpfungspunkte für Schulen, zum Beispiel Schülerlabore, Angebote zur Studienorientierung oder gemeinsame Projektideen.
Projektidee besprechen. Sie haben eine Projektidee, möchten mit einer oder mehreren Gruppen teilnehmen oder suchen zunächst eine passende Ansprechperson? Melden Sie sich bei uns, auch eine erste Frage kann ein guter Anfang sein. Wir vereinbaren ein kurzes Gespräch (online oder vor Ort).
Mehr zum Angebot und zur Anmeldung: https://www.th-owl.de/jugendforscht/ jugendforscht@th-owl.de
BUZ: Rainer Kammler vom Lernlabor TechLipp (m.) entdeckt, was aus Tim Kammels Sanduhr-Idee geworden ist. Tim (r.) bereitet sich derzeit auf den europäischen Forschungswettbewerb EUCYS vor. Sein Lehrer Dr. Jens Schulze (l.) begleitet ihn auf diesem Weg.
© Stiftung Jugend forscht e. V.