Starkes Netzwerk für Kinder und Familien: Fachkräfte beraten sich beim Kommunalen Forum in Augustdorf

Wie können Kinder und Familien in Augustdorf noch besser unterstützt werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 60 Fachkräfte aus Kindertagespflege, Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Verwaltung und sozialen Einrichtungen sowie Glaubensvertreter und interessierte Bürger bei einer Fachveranstaltung im Rahmen der kommunalen Präventionsketten „Kommunales Forum Familie und Bildung“ in Augustdorf.

Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf und Martina Fieseler, Fachgebietsleiterin Kinderschutz, Beratung und Prävention des Kreises Lippe eröffneten die Veranstaltung und betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit aller beteiligten Einrichtungen, um Kinder und Familien frühzeitig zu unterstützen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Ergebnisse des sozialräumlichen Präventionsmonitorings (SPM) für Augustdorf, die vom SPM-Team des Kreises Lippe vorgestellt wurden. Die Daten zeigen, wo Unterstützungsangebote bereits gut greifen und in welchen Bereichen weiterer Handlungsbedarf besteht.

In drei Workshops arbeiteten die Teilnehmenden anschließend zu zentralen Themen: frühkindliche Bildung und Förderung, Schule im Sozialraum sowie Unterstützungsangebote für Familien. Diskutiert wurden unter anderem der Übergang von der Kita in die Grundschule, der Bedarf an Schulsozialarbeit, bessere Zugänge zu Unterstützungsangeboten für Familien sowie niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten im Sozialraum.

„Familien stehen im Mittelpunkt, dafür braucht Augustdorf nach Einschätzung der Workshop-Teilnehmenden vor allem eine bessere kinderärztliche Versorgung, mehr Beratungsangebote, ein stärkere Vernetzung und inklusive Freizeitmöglichkeiten“, erklärte Britta Grebe, Workshopleitung „Frühkindliche Bildung“. Im Workshop „Schule im Sozialraum“ betonten die Anwesenden, dass es bereits eine gute Vernetzung zwischen den Akteuren gibt. Ein Schwimmbad in der Gemeinde wurde als Wunsch formuliert: „Das wäre ein Begegnungsort für alle Augustdorfer, würde die Schwimmfähigkeit fördern und dem zunehmenden Übergewicht bei Kindern entgegenwirken“, berichtete Dr. Claudia Böhm-Kasper, Workshopleitung „Schule“.

In Augustdorf gibt es vielfältige Angebote verschiedener Anbieter für Kinder – und Jugendliche. Um diese Angebote zu vernetzen, bei Bedarf auszubauen und sich gegenseitig zu unterstützen, wünschten sich die Workshop-Teilnehmenden aus dem Bereich „Angebote für Familien“ einen regelmäßigen Austausch aller Akteure, z.B. bei einem runden Tisch. „Ein jährliches Fest stärke die Dorfgemeinschaft“, unterstrich Workshopleiterin Sonja Siontas.

Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nun in die weitere Arbeit der kommunalen Präventionsketten einfließen und dazu beitragen, Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien in Augustdorf gezielt weiterzuentwickeln.

Der zuvor erarbeitete Sozialbericht wurde in der Veranstaltung vorgestellt, ist nun veröffentlicht und kann bei Margit Monika Hahn, Projektleiterin des sozialräumlichen Präventionsmonitorings per E-Mail an m.hahn@kreis-lippe.de angefordert werden.

BUZ: Gemeinsam für ein starkes Netzwerk in Augustdorf: Die Verantwortlichen von Kreis und Gemeinde (von links) Sonja Siontas (Fachberatung Kindertagespflege, Kreis Lippe), Britta Grebe (Teamleitung Familienfreundlicher Kreis, Kreis Lippe), Martina Fieseler, Dr. Claudia Böhm-Kasper (Bildungsmonitoring, Kreis Lippe), Janine Tölle (Ärztin, Fachgebietsleitung Kindergesundheit, Kreis Lippe), Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf, Janine Matthes (Gesamtjugendhilfeplanung, Kreis Lippe), Olaf Kupsch (Fachbereichsleitung Bildung, Soziales und Sport, Gemeinde Augustdorf), Margit Monika Hahn (Koordinierungsstelle Kommunale Präventionsketten, Kreis Lippe), Dr. Jan Henrik Schröder (Statistikstelle, Kreis Lippe), Manfred Neumann (Referent für Arbeitsmarkförderung, Kreis Lippe) und Melanie Schwarz (Bildungsbüro, Kreis Lippe) gestalteten den Fachtag.